GOLD - Goldlegierungen und vieles mehr ...



 

Gold: indogermanisch „ghet. glänzend, ( gelb )



Goldbarren

Entstehung des Goldes:



Durch unvorstellbare Naturkräfte- Vulkane, Druck, Kälte und Hitze haben sich vor ca.2500 Millionen Jahren im inneren der Erde Goldadern gebildet. Mit Gold durchsetzte Elemente wurden durch Gletscher und Flüsse in ein Binnenmeer getragen, das sich in der Gegend des heutigen Transval gebildet hat.
Schlamm, Sand, Erde, und Felsen, die sich im Laufe der Jahre auftürmten, bedeckten die Sedimentschichten, teilweise bis zu einer Höhe von 7000 m.

Hauptfundorte mit großem Anteil, Südafrika, USA, Australien und die Sowjetunion. Gold wird überwiegend in bergmännischer Weise abgebaut und erfordert hohen Arbeits- Zeit und Geldaufwand.
Für eine Unze Gold ( 31,1 Gramm ) müssen etwa 3 Tonnen Gestein zerkleinert werden.
Die Schächte gehen bis zu 4000m in die Tiefe, in den Stollen herrschen Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad Celsius.

Gold ist ein schweres Metall, sein spezifisches Gewicht liegt bei 19,25 (d.h. 1ccm wiegt 19,25 Gramm). Gold ist außerordentlich weich und dehnbar, aus 1 Gramm Gold läßt sich ein über 2000 Meter langer Draht ziehen, der dünn wie ein Spinngewebe ist.

Erst bei 1063 Grad schmilzt Gold , das an der Luft, im Wasser und in Säuren unveränderlich bleibt.

Angesichts der unterschiedlichen spezifischen Gewichte der bekannten Edelmetalle, sowie auch der Zusatzmetalle ergeben sich bei genauer Betrachtung der Volumenanteile differenzierte Verhältniswerte :
Eine GOLD Legierung aus 333/000 besteht zwar zu 333 von Tausend Teilen aus Gold, das Goldvolumen eines derartigen Schmuckstückes beträgt jedoch nur 19 %.

Über die Härte des Goldes kommt es im allgemeinen immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten. Tatsache ist, dass die Härteunterschiede zwischen gelben 333/000, 585/000,und 750/000 Goldlegierungen nur gering sind. Die früher verbreitete Ansicht, Trauringe aus 333/000 seien härter und deshalb trag fester als höher legierte, trifft nicht zu !
Höherwertige Legierungen sind aber „ härter im Nehmen“, weil sie, wegen des höheren Goldanteils geschmeidiger sind.



Goldlegierungen:
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Diese Legierungen gibt es in den Farben:

 

Nachstehend werden die Zusammensetzungen der Legierungen erklärt.

 

Farbgoldlegierungen

 


Rotgold



Rotgold ist eine Goldlegierung bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber, um die mechanische Verarbeitbarkeit zu verbessern. Der relativ hohe Kupferanteil, der deutlich über dem des Silbers liegt, ist für die namensgebende rote Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Regional sind bestimmte Goldfarbtönungen beliebt, so akzeptiert der Osten und Süden Europas doch eher die dunkleren farbstarken rötlicheren Goldlegierungen. Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR auch als "Russengold" bezeichnet, teilweise ist in Süddeutschland auch heute noch der Begriff "Türkengold" gebräuchlich.

 


Gelbgold



Eine den Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Das Verhältnis beeinflusst die Farbe. Mit abnehmenden Goldgehalt reduziert sich auch die Tiefe des Gelbtons sehr schnell. Üblicherweise ist das Verhältnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander ca 1:1, die Tönungen und Farbintensität können stufenlos und beliebig gewählt werden. Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhältnis zum Kupferzusatz. Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebstete Goldfarbe.

 


Grüngold



Grüngold ist eine grünlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz. Die Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis Gold:Silber 1:1, was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht, wobei der deutlichste Grünton auftritt. Da allerdings in diesem Falle der Silberanteil schon über 40 % beträgt ist der Farbton relativ hell. Bis zu einem Drittel des Silbers lässt sich durch Cadmium ersetzen, was den Grünton intensiviert, die günstigen Anlaufeigenschaften und die Schmelztemperatur allerdings reduziert.Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark. Grüngold wird selten verwendet, üblicherweise z. B. zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichem.

 


Weißgold



Diese fast farblosen Legierungen wurden in den Jahren 1912/3 als kostengünstiger Platinersatz für Schmuckzwecke in Pforzheim entwickelt und werbewirksam als "Weißgold" eingeführt. Im frankophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als "or gris" graues Gold bekannt.
Als Weißgold bezeichnet man die Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß-blassgetönte Goldlegierung ergeben. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, (früher sehr häufig) Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet. Die Entfärbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt ein gewisse Menge des entfärbenden Zusatz voraus, der Rest der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt wird oft aus Kupfer/Silber gestellt.

 


Wert



Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck "750" in Goldware dass ,das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile (d. h. 3/4) reines Gold enthält, entsprechend 18 Karat ("585" entspricht 14 Karat, "375" entspricht 9 Karat und "333" entspricht 8 Karat). Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,999 oder 1,000 (Feingold).

Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Ein bestimmtes, unter dem Namen Gold Fixing in London bekanntes Verfahren, das 1919 erstmals angewandt wurde, ermöglicht die Angabe eines Goldpreises zweimal täglich.



Zusammensetzung der Legierungen:



333/000
gelb
333/000
weiß
375/000
gelb
375/000
weiß
375/000
rot
585/000
gelb
585/000
weiß
585/000
rot
750/000
gelb
750/000
weiß
750/000
rot
925/000
Silber
950/000
Platin
333
Teile
Gold
333
Teile
Gold
375
Teile
Gold
375
Teile
Gold
375
Teile
Gold
585
Teile
Gold
585
Teile
Gold
585
Teile
Gold
750
Teile
Gold
750
Teile
Gold
750
Teile
Gold
925
Teile
Silber
950
Teile
Platin
90
Teile
Silber
450
Teile
Kupfer
90
Teile
Silber
500
Teile
Silber
500
Teile
Kupfer
305
Teile
Silber
295
Teile
Silber
305
Teile
Silber
150
Teile
Silber
25
Teile
Silber
70
Teile
Silber
75
Teile
Kupfer
50
Teile
Kupfer
466
Teile
Kupfer
160
Teile
Palladium
od. Silber
425
Teile
Kupfer
75
Teile
Kupfer
90
Teile
Silber
100
Teile
Kupfer
100
Teile
Palladium
110
Teile
Kupfer
90
Teile
Kupfer
130
Teile
Palla-
dium
170
Teile
Kupfer
  Oder
Cobalt
111
teile
Zink
57
Teile
Zink
110
Teile
Zink
50
Teile
Palla-
dium
35
Teile
Zink
10
Teile
Zink
20
Teile
Kupfer u. Zink
  10
Teile
Zink
75
Teile
Kupfer
10
Teile
Zink
   
=
1000
Anteile
                20
Teile
Indium
     



Bemerkung:

Die Zusammensetzung der Legierungsanteile sind nur ca. Angaben, und können von Hersteller zu Hersteller abweichen !