35 Jahre Juwelier Schenkel

Dumpf tickt die Uhr / Mensch lausche nur / Nach der flüchtigen Zeit / Folgt Ewigkeit. Diesen nachdenklichen Spruch findet man eingemeißelt über dem eleganten Türbogen des Juwelier- und Uhrenfachgeschäfts Schenkel in der Kitzinger Marktstraße. In diesem Jahr feiert das Unternehmen Schenkel sein 35. Jubiläum – besonders in einem Geschäft, in dem das Ticken der Uhren eine mehr konkrete als symbolische Rolle spielt, ist das ein schöner Anlass, auf die vergangene Zeit zurückzublicken.

Der Spruch über der Tür stammt noch von Familie Röder, die in diesem Gebäude bereits vor über 140 Jahren ein Uhrenfachgeschäft gründete, das Alfred Schenkel und sein Team traditionsbewusst und zugleich modern in die heutige Zeit geführt haben. Alfred Schenkel selbst hat 1975 seine Meisterprüfung im Uhrmacherhandwerk abgelegt und sich Das Eröffnungsteam Mechthild Stäblein, Uwe Schwenzer, Andrea Iffig und Alfred Schenkel im Jahre 1981. Uhren und Schmuck in Kitzingen 35 Jahre Juwelier Schenkel 1979 im Haus seiner Eltern selbstständig gemacht. Am 24. September 1981, also vor 35 Jahren, eröffnete er dann sein eigenes Geschäft in der Fischergasse 2 in Kitzingen.

Von Anfang an dabei: Uwe Schwenzer, der hier seine Ausbildung zum Fachverkäufer/ Einzelhandelskaufmann absolvierte und sich dann aus Interesse für seine Arbeit konstant weiterbildete bis hin zum Abschluss als Handelsfachwirt. Bis heute unterstützt er seinen Chef in nahezu allen Bereichen, hat Spaß und Freude am Umgang mit den Kunden und ist stolz darauf, dass er das beliebte Fachgeschäft von Anfang an mitprägen durfte. Mit Waltraud und Alfred Schenkel verbindet ihn schon immer ein freundschaftliches Verhältnis.

Schenkel mit seinem Unternehmen in die Marktstraße 6, in das Uhren- und Schmuckgeschäft Röder. 1991 dann der große Umbau: Die Räumlichkeiten wurden komplett renoviert, alles wurde neu gemacht, von den Böden bis zur Decke, die Schaufenster, die gesamten Installationen, der Eingang – das Juweliergeschäft Schenkel erhielt sein heutiges Erscheinungsbild.

Besonderer Wert wird nach wie vor auf die Beibehaltung eines klassischen Schmuckund Uhrensortiments gelegt. Brillantware, Perlen, Gold: langlebige Schmuckstücke, deren Wertigkeit über viele Jahre, sogar Jahrzehnte, geschätzt wird. Mitte/Ende der 90er Jahre spezialisierte sich das Fachgeschäft auf Trauringe und bietet seitdem eine große, vielseitige Palette, die sich mit der Einführung des Trauring-Konfigurators noch vergrößert hat.

Aber auch modische Akzente spielen seit jeher eine große Rolle. 1994 führte Juwelier Schenkel als erstes Fachgeschäft in Kitzingen die Marke Fossil ein, die zu dieser Zeit aus den USA nach Deutschland kam und den Beginn des modischen Markenzeitalters einläutete. Uwe Schwenzer besitzt noch eines der ersten Modelle der Fossil-Uhren, die damals mit außergewöhnlichen Designs völlig neues Leben auf den Uhrenmarkt brachten.

Dann kam die Schweizer Uhrenmarke Swatch – eine weitere Revolution. Plötzlich besaß man nicht mehr nur die eine hochwertige Uhr, die man beispielsweise zur Konfirmation geschenkt bekommen hatte, sondern man wollte mehrere verschiedene Uhren. Wieder hatten Alfred Schenkel und Uwe Schwenzer es gewagt, die bunten, peppigen Uhren ins Sortiment aufzunehmen, und erlebten so die Swatch- Begeisterung komplett mit. „Wir konnten gar nicht schnell genug nachbestellen, so groß war die Nachfrage“, erinnert sich Uwe Schwenzer.

Nach dem neuartigen modischen Damenschmuck von Fossil im Jahr 2000 folgte ab 2003 die Einführung der Schmuckkollektion für Herren – etwas absolut Neues, wobei wieder Fossil Pionierarbeit leistete.

Kurz darauf löste die Marke Pandora einen modischen Hype aus, indem sie die Sammelleidenschaft der Kunden ansprach. „Die Damen wünschten sich die wunderbar vielseitigen Charms, die Herren freuten sich, zu jedem Anlass eine schöne Geschenkidee zu haben“, erzählt Uwe Schwenzer. Die Begeisterung für individuell zusammengestellten, modischen Schmuck ist ungebrochen, viele Trendlabels haben das Konzept aufgegriffen.

Bei Juwelier Schenkel ist man stolz darauf, während der letzten 35 Jahre die Entstehung von Trends mitgemacht und zugleich die klassische Tradition beibehalten zu haben.

Quelle: Erstellung Text und Bilder durch Thomas Greif, Fundgrube/Verlag

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